Psalm 23,4: Und ob ich schon wanderte...
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Psalm 23,4

Das finstere Tal:
Viele wissen dies schon, das Jahr 2025 war für mich ein sehr hartes und emotionales Jahr. Bis in den Oktober rein, dachte ich die ganze Zeit, was für ein anstrengendes Jahr. Gerade in dieser Zeit, konnte ich immer wieder durch den Psalm 23,4 neue Kraft und neue Hoffnung schöpfen.
Der Psalm 23,4 ist für mich mit einer der schönsten Wegbegleiter geworden. Jesus musste mir im letzten Jahr, durch so viele persönliche und vor allem innere Hürden hinaus helfen. Er hat mich nicht los gelassen, hat meine Hand festgehalten und hat mir meinen Rücken gestärkt, wenn ich Sorge hatte eine Situation nicht von alleine meistern zu können.
Jesus ist für mich mein Fels in der Brandung. Gerade als Borderlinerin, habe ich immer wieder mit sehr heftigen Emotionen zu kämpfen, aber seit ich sie Jesus übergeben habe, ist es so viel einfacher geworden. Ich habe schon länger keine richtigen Wutanfälle gehabt (der letzte im Dezember 2025) und bin viel gelassener und ruhiger als noch im letzten Jahr. Durch ihn bin ich ein neuer Mensch geworden. Er hat mir gezeigt, welche Alice ich nicht mehr sein will.
Das ist jetzt vielleicht etwas merkwürdig für einige, aber gerade in meiner Therapie-Zeit, habe ich gelernt, meine Emotionen zu unterteilen, in verschiedene Persönlichkeiten: Für mich gibt es zwei Alices.
- Die eine Alice ist die, die aktuell alles dafür tut, um nicht mehr negativ in die Zukunft zu schauen oder auf Mitmenschen. Diese Alice versucht gerade, auf jeden Tag einzeln zu blicken und sich weder von der Vergangenheit noch von der Zukunft verunsichern zu lassen. Alles was war ist Vergangen und alles was Kommt liegt in Gottes sicheren Händen. Ich nenne sie die vernünftige Alice, die Alice die ich sein will.
- Die zweite Alice ist die Borderline-Alice. Sie versucht leider noch, die vernünftige Alice zu unterbuttern. Da sie früher viel Macht über sie hatte, ist es für die Borderline-Alice manchmal noch ein Kinderspiel hervor zu kommen und alles negativ zu zermalmen. Ich will mit dieser Alice nichts mehr zu tun haben, aber verstehe das es schwer ist sich von ihr richtig zu verabschieden. Doch ich weiß mit der Hilfe von Jesus, werde ich dieses Ziel erreichen. Es ist hart, aber es ist machbar. Sie stellt sich mir zu sehr in den Vordergrund und das mag ich ganz und gar nicht.
Mir hilft es, mich in zwei Persönlichkeiten zu unterteilen, weil ich weiß, dass ich beide in mir habe und ich weiß von welcher ich mich mit der Hilfe von Jesus verabschieden möchte. Jesus arbeitet wirklich, mit allen Mitteln mit mir zusammen um dieses Ziel zu erreichen und mich aus meinem finsteren Tal heraus zu führen. Natürlich sind gewisse Therapiemittel nicht mit dem Christentum vereinbar, diese wende ich auch nicht an. Aber ich denke, es ist für jemanden wie mich sehr nützlich, gewisse Dinge anzunehmen um daraus zu lernen, aber nicht alleine sondern immer mit meinen besten Freund Jesus Christus. Und natürlich weiß ich auch das die Bibel das ware Fundament der Wirklichkeit in meinen Leben ist.
Jesus Stecken und Stab:
Wie bereits geschrieben, schaffe ich Dinge nicht mehr ohne Jesus. Und ich finde das gar nicht mehr schlimm. Kurz nach meiner Bekehrung war es für mich nicht ersehbar, mich voll und ganz auf Jesus zu verlassen. Aber er hat mir im letzten Jahr soviel Licht, Liebe und vor allem Verständnis gegeben, sodass ich für mich, keine andere Möglichkeit mehr sehe als ihm komplett zu vertrauen. Ich dachte immer, ich muss die komplette Kontrolle über mein Leben bewahren und darf es niemanden abgeben, nicht mal ihm. Aber das ist ein Trugschluss. Mittlerweile bin ich wirklich immer dankbarer, das er die Kontrolle hat und ich mich einfach nur von ihm führen lassen darf. Er weiß am besten was ich benötige und ich weiß er ist immer da. Er hat mir im Februar 2025 während einer Bibelstunde gesagt, das er mich nicht loslassen wird. Und er hat es nicht getan. Er entwickelt meinen Geist, in eine ihm wohlgefällige Richtung und der Widersacher schlummert nicht, deswegen mache ich noch viele Fehler, aber ich persönlich merke, wenn ich mir christliche Lieder und mich ausschließlich mit den von Jesus oder für Jesus gegeben Dingen beschäftige, bin ich stärker und mutiger und nicht mehr so ängstlich. Sobald ich weltliche Dinge in mein Leben hineinlasse, ist es komplett umgekehrt und ich bin ein kleines psychisches Wrack. Manchmal versuche ich noch eine Balance zu finden, aber ich denke für mich ist es klüger, die ganzen alten Dinge wie z.B. Streaming Dienste oder Social Media hinter mir zu lassen und nur auf Jesus zu schauen. Es hilft mir einen klareren Kopf zu behalten.
Zudem hat mir Jesus im letzten Jahr auch immer wieder Menschen an meine Seite gestellt. Menschen die wirklich mit Rat und Hilfsangeboten auf mich zugekommen sind und immer ein offenes Ohr für mich hatten. Ich bin dafür sehr dankbar, denn dadurch konnte ich mein Misstrauen gegenüber Menschen immer weiter abbauen. Manchmal kommt es noch hoch, aber auch da ist Jesus sofort zur Stelle und arbeitet daran, das ich meine schlechten Gedanken überdenke und neue durch ihm gegebene Gedanken in mir hinein lasse. Der Heilige Geist ist für mich eine sehr wertvolle Gabe, dass uns hier hinterlassen wurde, durch ihn kann ich immer mit Jesus zusammen arbeiten, ohne ihn wäre es mir nicht möglich soviele Fortschritte zu machen. Gottes Gnade und Liebe zu uns ist einfach grenzenlos. Danke Abba, danke Jesus, danke Heiliger Geist.
Ich hoffe ich konnte klar machen, wie wichtig der Vers aus Psalm 23,4 für mich persönlich ist. Jesus ist der Weg, er ist die Wahrheit und er ist das Leben. Aus Johannes 14,6.
