Seht die Vögel...

24. Mai 2026

Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Matthäus 6,26

Letztes Jahr war ich von Ende September bis Mitte November in einer psychosomatischen Reha in Bad Gandersheim. Diese Reha hat einiges in mir aufgerüttelt, denn es ging auch um meine berufliche Zukunft. Durch meine Diagnosen, konnte ich einige Jahre nicht arbeiten und wurde dann einfach so wieder auf dem Arbeitsmarkt entlassen. Um festzustellen, wie viel Unterstützungsbedarf ich brauche, wurde eine Reha angesetzt.


Mir ging es in dieser Zeit nicht sehr gut. Generell ging es mir das ganze Jahr nicht sehr gut. Ich hatte viele emotionale Aussätzer, da ich durch meine Autoimmunerkrankung viele Ängste durchgestanden habe und mein Borderline mir das restliche gab. Es war einfach ein sehr anstrengendes Jahr, aber ich bin mit Dankbarkeit aus diesem Jahr gegangen, denn ich durfte sehr viel lernen.


Meine Mutter fing dann an, mich auf den obigen Bibelvers hinzuweisen. Ich weiß noch den einen Tag, da saß ich auf meinem Bett in der Reha und schaute auf meinen Balkon raus. Mir ging es schlecht, weil ich mir wieder viele Sorgen machte. Plötzlich kam eine Blaumeise an mein Fenster geflogen und genau zu meiner Tür. Sie war auch nicht alleine, sie hatte einen Partner bei sich. Da erinnerte ich mich an den Bibelvers den meine Mama mir gesagt hatte. Und das zog sich durch die ganze Reha hindurch. Sobald ich besorgt war, tauchten diese kleinen Vögel auf und mir ging es besser, weil ich an das Wort aus der Bibel gedacht habe.


Und heute, einige Monate später, arbeitet Jesus weiterhin mit Vögeln an meinen Sorgen. Aktuell sitzen bei mir in Hannover immer Stare und machen unseren Rasen vor dem Haus unsicher. Jesus weiß einfach, das mein Herz sehr laut für die Tierwelt schlägt. Oft habe ich mir schon erträumt, mal irgendwann eine Farm zu leiten und mich um Tiere zu kümmern, die sonst kein Zuhause mehr hätten. Ich weiß nicht wie realistisch dieser Traum ohne Geld machbar ist, aber aktuell bin ich auch sehr glücklich mit meiner kleinen Katze Homi.


Jesus ist immer da und ich weiß aus eigener Erfahrung, er kennt meine Sorgen, nehmt diese Ernst und sorgt dafür das ich weniger Balast mit mir herum trage. Ich liebe es, seine Gegenwart zu spüren und ich bin dankbar das er mich nicht alleine in meinen Sorgen lässt, sondern mir als helfende und fürsorgende Hand stets beiseite steht.