Die Pilgerreise von John Bunyan

Aktuell höre ich mir gerne das Hörspiel von der Pilgerreise nach der Geschichte von John Bunyan an. Meine Eltern haben dieses Hörspiel damals noch als Kassette gekauft, das muss ungefähr Anfang der 2000er gewesen sein. Ich erkenne mich in sehr vielen Punkten der Geschichte wieder und es motiviert mich, deshalb immer wieder neu reinzuhören, um zu schauen ob ich meinen Fehler korrigiert habe. Oft ertappe ich mich, dass ich mich frage, wo stehe ich auf dieser Reise zur ewigen Heimat in die goldene Stadt.
Erstmal ein kleiner Einblick zu John Bunyan:
John Bunyan wurde am 28.11.1628 in Elstow bei Bedorf in England geboren und starb im Jahr 1688 in London. Er war das älteste Kind seiner Eltern und hatte zwei Geschwister. John Bunyan war zweimal verheiratet. Seine erste Frau starb im Jahr 1656, mit ihr hatte Bunyan 4 Kinder. Seine zweite Frau heiratete er im Jahr 1669, aus dieser Ehe gingen 2 Kinder hervor. Dadurch das John Bunyan sich weigerte, sich der anglikanischen Kirche unterzustellen und sich nicht an das Predigtverbot für Nonkonformisten hielt, wurde er 1660 verhaftet und verbüßte eine 12-jährige Haftstrafe. 1672 wurde er schließlich entlassen, um dann wegen desselben Vergehens noch mal 6 Monate im Jahr 1675 inhaftiert zu werden. Während der zweiten Haftstrafe schrieb John Bunyan wohl einen großen Teil des Buches: Pilgerreise zur seligen Ewigkeit, worauf sich das Hörspiel abzeichnet, von dem ich diese Geschichte kenne.
Quelle: Wikipedia
Die Pilgerreise ist der Weg eines jeden Christen bis zur ewigen Heimat. Jeder Mensch der sein Leben an Christus übertragen hat, tretet ein in die enge Pforte. Auf jeden dieser Menschen liegen immer wieder Gefahren und jeder dieser Menschen bekommt einen wertvolle Helfer an seine Seite. Ich werde hier nicht auf jedes Detail eingehen, aber einige Dinge sind mir doch sehr ans Herz gegangen. Ich möchte nicht über das ganze Hörbuch schreiben, nur über die Sünden und über die Helfer, die mir aktuell sehr bekannt vor kommen, oder die ich beim hören sehr hilfreich fand.
Aber erstmal möchte ich einen kleinen Minieinblick in die Geschichte geben:
Christ, der aus der Stadt Verderben stammt, trägt die schwere Last der Sünde und ist dadurch mutlos und verzweifelt. Durch den Evangelisten erhält er den Rat zur engen Pforte zu wandern, dort wird ihm gesagt, wie er aus seiner Not entkommen kann. Er macht sich allein auf dem Weg, da seine Familie kein Verständnis hat. Seine Nachbarn Störrig und Willig, die ihm nachliefen, um ihn zurückzuholen, verließen ihn sehr bald wieder.
Er trifft auf seinen Weg immer wieder auf fragwürdige Gestalten und Hindernisse der Sünde, doch durch die Helfer Gottes, bekommt er immer wieder Hilfe um diesen Hindernissen und Gestalten zu entkommen…
Sumpf der Verzagtheit, seine Kennzeichen sind: Zweifel, Furcht und Sorgen.
In meinen Leben kommt es immer wieder vor, das ich einen Fuß in diesen Sumpf setze und sich die Situation so stark anfühlt, dass ich nicht weiß wie ich wieder hinaus kommen soll. Aber ich weiß das jemand immer stärker sein wird, als die größte Verzagtheit dieser Welt. An diesen Halt versuche ich mich zu wenden, wenn die Situation brenzlig wird, aber auch in guten Zeiten ist das Evangelium eine Quelle der Erquickung und der Freude für mich.
Ein Mann namens Weltklug: Er präsentiert sich dem Pilger als angebliche Weisheit und versucht ihn von dem Weg abzubringen und in eine falsche Richtung zu locken, er hält es auch nicht für ratsam das Buch "die Bibel" zu lesen.
Menschen mit "besonnenen" Ratschlägen wird es immer geben, es kommt darauf an, ob man ihnen folgen wird oder ob man sich für die Bibel und den Herrn Jesus entscheidet.
Der Berg der Beschwerde: In diesem Berg führen drei verschiedene Wege, der rechte Weg nennt sich Gefahr, der linke Weg nennt sich Verderben und der Weg in der Mitte ist der schmale Weg den ein Pilger zur goldenen Stadt bestreiten muss. Der Weg in der Mitte führt immer steiler nach oben, während die anderen beiden Wege gewunden und breit hinaus waren. Oben auf dem Berg, vom schmalen Weg wartet eine Laube in der sich die Pilger ausruhen dürfen. Christ schläft in dieser Laube ein, sodass ihm sein Zeugnis aus der Hand fällt. Er wird mit den Worten geweckt: Gehe hin zur Ameise du fauler, siehe ihre Weise an und lerne.
Wie schnell ist eine Beschwerde ausgesprochen, wie schnell versucht man lieber einen bequemen Weg zu gehen als den Weg den Gott für einen vorbestimmt hat. Auch wenn sich dieser Weg hart und steinig anfühlen mag, Gott hat für jeden ein gutes Ende bereit. Selbst wenn dieses Ende erst bei ihm in der Ewigkeit sichtbar wird.
Wichtig ist es nicht zu verzagen, sondern voller Vertrauen auf Gottes Führung zu versuchen den Weg Gottes weiter zu wandeln, auch wenn die anderen Wege bequemer scheinen. Man weiß nie was für eine Gefahr oder welches Verderben hinter den anderen Wegen stecken.
Auf dem Weg hinunter, vom Gipfel des Berges begegnet Christ zwei Männern mit den Namen Furchtsam und Misstrauisch. Die beiden fürchten sich sehr vor zwei schlafenden Löwen.
Furchtsam und Misstrauisch begegnen mir auch noch immer in meinen Leben. Gerade heute war ich wieder Misstrauisch, weil ich aktuell nicht weiß, wie mein Weg aussehen soll, den Gott für mich vorbereitet hat. Zu schnell geht das Misstrauen hoch. Mit Gebet und die Suche nach der Nähe Gottes legt es sich dann auch wieder.
Christ begegnet auf seiner Reise, den Engel des Abgrundes der in der Geschichte Napoleon heißt. Dieser Napoleon sieht nicht nur schrecklich aus, sondern stellt sich Christ auf seiner Reise in dem Weg. Er bedroht Christ und denkt er kann ihn so überzeugen wieder in Christ Heimat Verderben zurückzukehren. Schließlich kommt es zum Kampf in dem Christ, als er geschwächt ist von Gott gestärkt wird und mit den Worten: "In dem allen überwinden wir weit um des Willen der uns geliebt hat!" seinen Gegner verscheucht.
Die Kämpfe gegen den Widersacher und seine Gefährten kenne ich nur allzu gut. Gerade mein Borderline kam mir im vergangenen Jahr oft wie ein Dämon vor, da ich vor allem in dieser Zeit in der meine Schübe waren, nicht zurecht kam und in der Schubzeit auch nicht beten konnte. Ich war einfach viel zu wütend, um über Gott nachzudenken. Wenn ich aus den Schub hinaus war, rief ich Gott um Hilfe an, indem ich gebetet habe und den Herrn um Gnade angefleht habe. Ich weiß Gott meint es gut und mit seiner Hilfe werde ich es schaffen, komplett aus dem Wirrwarr der Gefühlsausbrüche und meiner Erkrankung. Menschen waren und sich (auch wenn sie es gut mit mir meinen), nicht in der Lage mir zu helfen, der einzige der dies tun konnte war und ist Gott.
Auf seinen weiteren Weg muss Christ durch das Tal der Todesschatten. Christ merkt das er hier nur mit der Waffe des anhaltendes Gebets hinaus kommt, da ihn seine Feinde schwer in Gedanken zu setzen. Christ betet:
"Oh Herr, rette meine Seele, Ich geh einher in der Kraft des Herrn."
Auch das Tal der Todesschatten kommt mir sehr bekannt vor. Auch ich habe es viel zu oft betreten und auch ich schaffe es nur hinaus wenn ich Gott um Hilfe um seine Gnade anflehe.
Christ und sein erster Reisegefährte Getreu treffen auf ihren Weg auf den Mann Schwätzer. Schwätzer stellt sich als einen frommen Christen dar, dabei ist er ein gehässiger und wieder wertiger Mensch. Während Christ sich an Schwätzer aus der alten Heimat erinnert und sich aus dem Gespräch zurück zieht, unterhält sich Getreu mit diesem. Christ rät Getreu Schwätzer mal auf den Zahn zu fühlen.
Also befragt Getreu den Schwätzer nach den Kennzeichen der Gnade, die ein jeder Christ kennen sollte und daher auch beantworten sollte. Schwätzer beantwortet diese Frage nur widerwillig und vor allem falsch. Als Getreu ihn dann auf seine Fehler aufmerksam macht, zieht sich Schwätzer beleidigt zurück.
Die richtigen Antworten zur Gnade wären gewesen:
- Im Herzen des Menschens
- Lebensübergabe an Jesus
- Die Menschen sollen die Frömmigkeit an deinen Tun und Handeln erkennen, sowie an dem gesprochenen Wort, wenn dies mit Gott übereinstimmt.
- Erkenntnis des Evangelium, denn dies führt zur Buße und zum Heil, denn nicht jeder der sagt er kennt sich mit der Bibel aus hat die Gnade erteilt bekommen
- Abscheu vor der Sünde und nicht Geschrei gegen die Sünde
Schwätzer, ich habe oft von mir gedacht, ich sei eine Schwätzerin, weil der Widersacher es mir eingeflüstert hat. Ja, ich kenne mich noch nicht zu 100% in der Bibel aus, es sind viele Fragen, die mir auch heute noch begegnen und manchmal lese ich die Bibel und verstehe gefühlt nichts. Aber ich weiß, ich werde meine Antworten erhalten, weil Gott es mir irgendwann, wenn ich soweit bin, erklären und offenbaren wird. Mit seiner Hilfe, werde ich immer mehr hinter der Bedeutung der Worte in seinem Buch kommen.
Das was ich persönlich als wichtig finde ist, dass ich Jesus in meinen Leben angenommen habe und ihm mein Leben übergeben habe. Das heißt nicht das ich nicht mehr strauchel, aber es bedeutet das ich die Sünden die ich tue immer mehr in die Wagschale werfe und das ich immer mehr ein schlechtes Gewissen deswegen erhalte, bis ich die Dinge bereinigt habe. Gott arbeitet mit mir zusammen. Ich bin ein Mensch ich werde nicht immer alles richtig machen können, aber ich weiß das es mein Ziel ist, es so gut wie möglich zu schaffen.
Der schmale Weg führt mitten durch die Stadt Eitelkeit hindurch, der Teufel hat die Stadt für seine Zwecke genutzt und einen Markt namens Eitelkeitsmarkt eröffnet. Auf diesem Markt gibt es alles, womit das Herz eines Menschen verführt werden kann und was ihnen wertvoller erscheint als Gott. In dieser Stadt werden Verbrechen wie Unzucht, Morden und Lügen gerne als Zeitvertreib genutzt.
Die dort angebotenen Waren sind:
Häuser, Länder, Ämter, Ehren, Würden, Titel, Königreiche, Vergnügen, Genüsse wie Dirnen, Ehegatten, Herren, Diener und Kinder, Leben und Blut, Leiber und Seelen, Silber, Gold, Perlen, Edelsteine und zahlloses mehr.
Die Bürger der Stadt sind erzürnt das die aufrichtigen Pilger, in der Geschichte Christ und Getreu nicht interessiert sind an die Waren ihrer Stadt. So schließen sie sich schnell gegen sie zusammen und erzählen Lügen über die beiden Pilger. Die Pilger werden festgenommen und es kommt zu einem Showprozess, dessen Vorsitzender Herr Gotteshass heißt. Die Anklage gegen die beiden lautet das sie den Handel der Stadt unnötig gestört hätten, Unruhe verursacht haben, gegen das Gesetz von Beelzebub verstoßen haben indem sie für Ihren Glauben geworben haben und die Gesetze der Stadt Eitelkeit nicht geachtet haben. Zudem haben sie den "Gottesdienst" der Stadt Eitelkeit missachtet. In dem Showprozess werden falsche Zeugen gegen Christ und Getreu aufgestellt, diese heißen Herr Neid, Herr Aberglaube und Herr Schmeichler. Die drei Herren erzählen lügen im Gericht über die beiden Pilger.
Getreu muss daher den Märtyrertod sterben, während Christ durch Gottes Gnade aus dem Gefängnis entkommen kann.
Die Stadt Eitelkeit fand ich beim zuhören mit am interessantesten. Wie oft fallen wir auf die Vergnügen dieser Welt hinein und verdrängen damit was Gott eigentlich am wichtigsten ist. Ich denke alles was hier zur linken Seite steht, spricht für sich selbst. Diese Welt entwickelt sich immer mehr zur Stadt Eitelkeit in meinen Augen.
Auch ich habe Sehnsüchte, ich will heiraten, ich will einen guten Job und wieder Arbeiten, ich liebe meine Katze und oft genug bin ich neidisch gewesen, weil andere Menschen sich mehr leisten können als ich.
Aber werde ich dies irgendwann mal bei Gott mitnehmen können? Nein! Und wird es mir helfen ins Reich Gottes zu kommen? Nein!
Die Stadt Eitelkeit hat ihre Tücken und ist schwierig davon endlich komplett loszukommen, aber auch dies ist mit Gottes Hilfe, Schritt für Schritt immer mehr möglich. Ich weiß Gott versorgt mich mit dem, was ich in meinen Leben benötige, ich weiß er wird mich dort hin bringen, wo er mich mit meinen Leben haben möchte. Nur meine eigene Ungeduld bringt mich immer wieder in die Stadt Eitelkeit. Ich hoffe auf die Hilfe Gottes, dass ich die Stadt Eitelkeit sehr bald hinter mir lassen kann und mit ihm vorwärts in die goldene Stadt gehen werde.
Denn es heißt doch so schön von unseren Herrn Jesus in Matthäus-Evangelium 6, 19-21:
19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen. 21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Der Hügel Gewinn wird von einem Mann betrieben (ich habe den Namen auch nach mehrmaligen wiederholen nicht richtig verstanden). Dieser Mann wirbt für eine Silbergrube und versucht die Pilger dort hinein zu verführen. Christ ist auf der Hut und warnt seinen neuen Reisegefährten Hoffnungsvoll das es ein gefährlicher Ort ist, denn Reichtum lässt immer in Versuchung und Stricke fallen.
Der Hügel Gewinn lockt seine Spieler sehr stark an. Auch ich habe letztens überlegt, ob ich mich beim Lotto anmelde, aber ich denke nicht, das Gott dieses Leben für mich vorgesehen hat. Zu viele Tücken, Stricke und Gefahren sind auf diesen Weg. Und in der Bibel steht deutlich man soll nicht den Mammon (Geld) die Ehre geben sondern Gott.
Die Zweifelsburg wird von den Riesen Verzweiflung betrieben, der Christ und Hoffnungslos findet weil sie bei ihren Weg verirrt haben. Sie folgen dem Riesen und trauen sich nicht sich ihm zu widersetzen. Während Christ verzweifelt und ernsthaft über den Vorschlag des Riesen (sich selbst um zu bringen) nachdenkt, macht ihm sein Reisegefährte Hoffnungsvoll immer wieder neuen Mut, indem er ihn immer wieder an die Guten Momente des Weges erinnert. Der Riese führt die beiden Pilger in seinen Burghof, dort sehen sie lauter Knochen und Schädel, er droht ihnen das sie ihm nie entkommen werden und verprügelt sie.
Um Mitternacht beten Christ und Hoffnungsvoll und nachdem Gebet fällt Christ die Lösung zum entkommen ein. Er nutzt den Schlüssen der Verheißung und damit kann er alle Türen und Schlösser der Burg öffnen. Sie entkommen und eilen schnell zur Königsherrstraße. An der Stelles des Weges wo sie sich verlaufen haben stellen die beiden ein Warnschild auf, für alle zukünftigen Pilger, dadurch wurden nachher viele gewarnt.
Heute (24.02.26) saß ich in der Zweifelsburg fest und der Riese prügelte auf mich ein bis ich ihr entkommen bin, das habe ich durch Gottes Gnade, durchs Gebet und durch ein Gespräch mit meiner Mama über den Schlüssel der Verheißung geschafft.
Gott hat mich erneut dort hinaus geholt. Ich weiß ich brauche nicht zu zweifeln, weil auch wenn es gerade wieder schwieriger aussieht, weiß ich das es jemanden gibt, der mich da hinaus holen wird. Auch wenn es nicht so schnell geht, wie ich es mir wünsche, ich weiß er hat meinen Ausweg bereit.
Christ und Hoffnungsvoll begegnen gerade auf den Weg wo sie sich unsicher sind in welche Richtung sie wandern müssen, einen schwarzen Mann mit einem glänzenden Gewand. Sie befragen ihn und er zeigt ihnen den Weg. Sie merken dann, das dieser Weg sie immer mehr von der goldenen Stadt wegführt, zudem merken sie das ihre Füße immer langsamer werden. Plötzlich sind ihre Füße in Schlingen gefangen und der Mann enttarnt sich als ein Verführer. Christ und Hoffnungsvoll merken das sie besser auf die Hirten, die sie zuvor getroffen haben, hätten hören sollen, da diese sie vor dem Verführer gewarnt haben und ihnen noch eine Wegbeschreibung zur goldenen Stadt mitgegeben haben.
Eine Lichtgestalt kommt mit einer Geißel an ihnen vorbei und befreit die beiden. Nachdem die Lichtgestalt sie streng befragt und gezüchtigt hat, finden Christ und Hoffnungsvoll wieder auf den Weg zurück.
Wie oft lasse ich mich noch von den Versuchungen dieser Welt verführen, obwohl ich mir so oft vornehme, es nicht mehr zu tun. Und dann liege ich gefesselt da und komme alleine nicht hinaus. Erst wenn Gott mich mit seiner Gnade dann hinaus geholt hat, dann kann ich klarer sehen und erkennen, worauf ich mich da eingelassen habe. Nichts ist so wertvoll wie Gottes Züchtigung in meinen Leben, aktuell arbeitet er viel mit einem schlechten Gewissen. Das hilft mir zu verstehen was falsch gelaufen ist und hilft mir den Fehler zu vermeiden suchen.
Kurz vor der goldenen Stadt befindet sich der Todesstrom, als letzte Station bevor sie einziehen können. Christ verliert den Mut und sinkt tief in den Strom hinein, sein Begleiter Hoffnungsvoll hat Mühe ihm seinen Kopf über den Strom zu halten bis sie hindurch sind. Schließlich schaffen sie es.
Auch ich fürchte mich leider noch manchmal vor dem Tod, dabei habe ich doch das Wissen das mir nichts besseres passieren wird, als bei Gott in der Ewigkeit zu leben.
Der Evangelist erklärt Christ wie er in die goldene Stadt kommen kann, den Weg durch die enge Pforte. Er ermahnt Christ und seinen späteren Reisegefährten Getreu in allem was sie tun treu zu bleiben, sogar bis in den Tod um die Krone des Lebens erlangen zu können.
Was wären wir Christen, nur ohne das Evangelium. Es gibt für mich nichts schöneres in der Bibel als die Schritte und vor allem die Worte von Jesus zu lesen und versuchen sie zu begreifen. In meiner Bibel ist alles was Jesus gesagt hat in roter Schrift geschrieben und ich freue mich, denn dann weiß ich das ich mir vorstellen kann, das Jesus die Worte gerade zu mir spricht.
Im Haus des Auslegers erfährt Christ viele wichige Dinge die ihm helfen das Gute und das Böse besser unterscheiden zu können.
- Ihm wird erklärt wie staubig und dreckig das Herz eines Menschens ist und wie es gereinigt werden muss
- Wie wichtig es ist nicht Begierlich zu sein, sondern Geduldig auf den Schatz der zukünftigen Welt zu warten, denn fleischlicher Sinn und ewige Güter lassen sich nicht vereinbaren.
- Wie der Teufel versucht die Flamme des Glaubens auszulöschen und wie es Jesus hinbekommt das sie nicht ausgeht
- Und wie wichtig es ist sich als Christ nicht für besser zu halten als man ist, sondern beharrlich im Gebet zu bleiben.
Das Haus des Auslegers habe ich sehr interessiert verfolgt. Wie oft habe ich mich schon in Begierde wiedergefunden, wie oft musste Jesus mein Feuer immer wieder am laufen halten, wie dreckig und verstaubt ist mein Herz noch immer und wie oft dachte ich schon ich bin besser als jemand anderes.
Ich liebe das Haus des Auslegers und ich bin dankbar für die Lektionen, die ich darin finden konnte.
Nach dem Haus des Auslegers trifft Christ auf seinen Weg auf einen Hügel wo ein Kreuz steht und ein offenes Grab. Dort erhält er die Erkenntnis für seinen Glauben und wird von der Last der Sünde befreit.
"Jesus hat Ruhe gegeben, durch sein Leiden und Leben durch seinen Tod"
Er bekommt von einer leuchtenden Gestalt neue Kleider angezogen, ein Zeugnis mit dem königlichen Siegel und ein Kennzeichen auf seine Stirn.
Mein Zeugnis habe ich im April 2024 erhalten und habe dennoch viele Fehler gemacht. Ich bin dankbar das Jesus mich heraus geholt hat, immer wieder. Das er mir im letzten Jahr immer wieder klar gemacht hat, das er mich gerettet hat und das ich sein Kind bin und nicht das Kind vom Widersacher. Auch wenn ich mein Zeugnis habe fallen lassen, so gab es in meinen Leben jemanden der mir gezeigt hat wo ich es habe liegen lassen und wo ich es nun wiederfinden kann.
Nach dem Berg der Beschwerde stößt Christ auf einen Palast in dem der Pförtner Wachsam arbeitet. Vor dem Palast sitzen zwei Löwen, vor die Christ sich erst fürchtet aber durch die Hilfe von Wachsam hindurch schafft. In dem Palast wohnen die Schwestern Einsicht, Weisheit, Gottesfurcht und Liebe.
Nachdem die Schwestern festgestellt haben das Christ ein Pilger zur goldenen Stadt ist, lassen sie ihn bei sich ein paar Tage ausruhen. In dieser Zeit lernt Christ die große Bibliothek des Palastes kennen, führt angenehme Gespräche mit den Schwestern und ihm wird die weitere Route seines Weges erklärt.
Zudem bekommt er für die Gefahren auf den weiteren Weg eine Waffenrüstung aus der Waffenkammer des Hauses angelegt:
um seine Lenden: den Gurt der Wahrheit
um seinen Körper: den Panzer der Gerechtigkeit
um seine Beine: Feste Stiefel
Auf seinen Kopf: Helm des Heils
in seine Hand: das Schild des Glaubens und das Schwert des Geistes
Letztes Jahr haben meine Eltern und ich die Geschichte von Corrie ten Boom gelesen, die mir gezeigt und mich gelehrt hat, was ihr Weg gewesen war und wie sie es geschafft hat, sich für das richtige zu Entscheiden, auch wenn es oft sehr schwierig in ihren Leben gewesen ist.
Auch Martin Luther kommt mir aktuell immer wieder ins Gedächtnis wenn es darum geht, dass Christen immer mehr verfolgt und ausgegrenzt werden. Der Teufel schläft leider nicht, aber ich bin dankbar das Gott diese Menschen hat Bücher schreiben lassen oder das es Menschen gibt die deren Geschichte weiter erzählen.
Die Waffenrüstung ist für mich ein Schutz den ich dankbar annehme, denn es steht im Epheser 6, 10-20
10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit 15 und beschuht an den Füßen, bereit für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. 18 Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit und Flehen für alle Heiligen 19 und für mich, dass mir das Wort gegeben werde, wenn ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums zu verkündigen, 20 dessen Bote ich bin in Ketten, dass ich mit Freimut davon rede, wie ich es muss.
Christ trifft insgesamt auf zwei Reisegefährten. Den ersten trifft er nach dem Tal der Todesschatten. Es ist Getreu, ein ehemaliger Nachbar aus seiner alten Heimat Verderben. Sie tauschen sich über ihre bisherigen Reiseerfahrungen aus. Auch Getreu ist auf interessante Persönlichkeiten gestoßen. Von dem Mann Unzufrieden berichtet er das dieser nur Beschwerden übrig hatte und das Christentum für unnütz hielt und von dem Mann Scham wurde er sogar verfolgt. Diebeiden wandern weiter zusammen bis Getreu den Märtyrertod sterben muss.
Der zweite Weggefährte ist Hoffnungsvoll. Hoffnungsvoll ist in Eitelkeit auf Getreu und Christ aufmerksam geworden und sie konnten ihn mit ihren Worten überzeugen. Hoffnungsvoll ist für Christ vor allem in den dunklen Stunden der Gefahr ein wertvoller Begleiter.
Getreu und Hoffnungsvoll begleiten auch mich immer wieder auf meinen Weg. Ohne die Hoffnung wäre ich wahrscheinlich nicht in der Lage von meinen Dingen, die bei mir schief laufen, loszulassen. Aber Hoffnung gibt mir immer wieder Mut, an das Wort Gottes zu denken und den Gedanken, dass nicht alles verloren ist. Es erinnert mich an die Liebe und die Tat die Jesus für mich vollbracht hat, als er am Kreuz auch für meine Sünden gestorben ist.
Getreu stirbt in der Geschichte den Märtyrertod und ich hoffe das auch meine Treue zu Jesus hält. Im Hörspiel sagt John Bunyan zu seiner blinden Tochter Mary: "Wenn die eigene Treue zerbricht, bleibt nur die Hoffnung, Hoffnung lässt nicht zu Schanden werden." Mein Eigen-Treue hält mich noch manchmal zu sehr fest, umso dankbarer bin ich das ich Hoffnung in meinen Leben habe.
Nachdem Christ und Hoffnungsvoll der Zweifelsburg entkommen sind, stoßen sie auf ihren Weg auf Hirten mit Schafherden. Sie sind in Immanuelsland angekommen. Die Hirten heißen Weise, Erfahren und Aufrichtig. Auch die Hirten zeigen ihnen wichtige Lektionen, denn sie führen die beiden zu ganz bestimmten Orten.
1.) Der Berg des Irrtums, von diesem Berg führt eine steile Felswand hinab. Wenn man dort hinabsieht entdeckt man lauter zerschmetterte Leichen.
Bedeutung: Die Leichen sind die Menschen die sich hoher Kenntnis rühmten aber dadurch zu Irrlehrern wurden und die steile Felswand hinab stürzten.
2.) Der Berg der Warnung: dort irren hilflose Gestalten umher
Bedeutung: Das sind die Menschen die der Zweifelsburg nicht entkommen konnten. Sie bekamen vom Riesen die Augen ausgestochen, damit sie die Güte von Gott nicht mehr finden können.
3.) Tiefes Tal: alles ist finster und voller Rauch, es ist ein Nebenweg zur Hölle zu den die frommen Heuchler gehen werden.
4.) Hügel der Klarheit: von dort können die beiden Pilger die Tore der goldenen Stadt sehen
Die Hirten verabschieden sich und warnen nochmal vor den Gefahren auf den Weg. Sie geben Christ und Hoffnungsvoll eine exakte Weg Beschreibung mit und wünschen Ihnen Gottes Geleit auf ihren weiteren Weg.
Auch ich habe meinen guten Hirten in der Bibel gefunden, immer wenn ich mich auf dunklen Pfad befinde, kommt mir der Bibelvers aus Psalm 23,4:
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Ich bin dankbar das ich noch nicht die Erfahrung machen musste, die diese verirrten Seelen in der Geschichte tun mussten. Dankbar das Gott mich immer im rechtzeitigen Augenblick hinaus geholt hat. Ich möchte beten das er es auch weiterhin so mit mir handhaben wird und das ich mich nicht von Zweifeln oder Dunkelheit verwirren lasse.
Ich möchte mich auf die Weg Beschreibung verlassen, die wir in seinem Wort wiederfinden.
Dies ist ein zusammengefasster Einblick meinerseits, in meinen eigenen Worten, von der Geschichte "Die Pilgerreise". Es lohnt sich sie sich selber anzuhören. Deswegen setze ich euch auch den Link des Hörspiels hier hinein, es handelt sich selbstverständlich um unbezahlte Werbung: